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  Osterholz-Scharmbeck

Geografie

Geografische Lage

 
Topografie des Stadtgebiets

Osterholz-Scharmbeck liegt in der Norddeutschen Tiefebene ca. 22 Kilometer nordnordöstlich von Bremen nahe der Hamme, mit der die Stadt durch den Osterholzer Hafenkanal verbunden ist. Über den Hamme-Oste-Kanal bestand eine heute nicht mehr schiffbare Verbindung mit der Elbe. Östlich der Stadt erstreckt sich das Teufelsmoor mit dem Künstlerdorf Worpswede.

Stadtgliederung

Die Stadt Osterholz-Scharmbeck besteht aus der Kernstadt und den neun Ortschaften:[2]

Weitere Ortsteile, die allerdings keine administrative Unterstruktur bilden, sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Ahrensfelde
  • Altenbrück
  • Altendamm
  • Auf Dem Raden
  • Auf Dem Rusch
  • Bargten
  • Bredbeck
  • Buschhausen
  • Büttel
  • Feldhof
  • Haslah
  • Hinter Dem Horn
  • Kattenhorn
  • Lange Heide
  • Lintel
  • Muskau
  • Myhle
  • Niedersandhausen
  • Ovelgönne
  • Ruschkamp
  • Settenbeck
  • Vorwohlde
  • Westerbeck
  • Wiste

Scharmbeck

Die erste urkundliche Erwähnung Scharmbecks reicht in das Jahr 1043 (Scirnbeci) zurück, als der Bremer Erzbischof Adalbrand von Bremen die Siedlung zu Fuß besuchte. Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die Fundamente der Kirche St. Willehadi am Marktplatz. 1233 wird die Siedlung „Sandbeck“ genannt. Beide Namen beziehen sich auf den Scharmbecker Bach, einen kleinen Nebenfluss der Hamme, der die Orte Scharmbeck und Osterholz durchzieht.

In späteren Jahrhunderten erlangte der Bach erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Ort Scharmbeck. Ab 1581 avancierte der Ort zu einer der ersten größeren Tuchmacher-Siedlungen im norddeutschen Raum und belieferte neben dem Heer vor allem den Bremer Markt. Die Scharmbecker Tuchmacherzunft bestand bis zum Jahre 1903, und bis ins zwanzigste Jahrhundert säumten daher zahlreiche Wassermühlen den Bachlauf, die als Walkmühlen dienten. Heute ist im Stadtgebiet allerdings nur noch eine Wassermühle mit funktionstüchtigem Mühlrad erhalten, die zur im 12. Jahrhundert erbauten Stauanlage Fehsenfeld hinter der St. Willehadi-Kirche gehörte, die eine Kornmühle war. Bis zur Umwandlung des Ortes Geestendorf in Bremerhaven war Scharmbeck der wichtigste Markt und Gewerbeort zwischen Bremen und Cuxhaven. Vor allem der seit 1748 abgehaltene Scharmbecker Viehmarkt besaß überregionale Bedeutung.

Osterholz

Der Begriff Osterholz verdankt die Stadt der Gründung des Osterholzer Klosters 1182 durch Siegfried I. von Anhalt. Die Basilika des Klosters ist noch immer erhalten. Der Flecken Osterholz wuchs weiter, stieg zum Verwaltungssitz (Amt Osterholz) auf, aus dem sich 1885 durch Zusammenlegung mit dem Amt Lilienthal der Landkreis Osterholz bildete. Die weitere Geschichte war auf Grund der unmittelbaren Nähe identisch mit der von Scharmbeck; beide gehörten bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges zum Erzbistum Bremen.

Eingemeindungen

Nach einem Erlass des Oberpräsidenten im Jahre 1936 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Buschhausen, Lintel, Westerbeck und eines Teiles von Hülseberg.

Aufgrund der vom Niedersächsische Landtag am 13. Juni 1973 beschlossenen Gemeindereform wurden mit Wirkung vom 1. März 1974 die Gemeinden Garlstedt, Heilshorn, Hülseberg, Ohlenstedt, Pennigbüttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel, Teufelsmoor und der größte Teil der Gemeinde Freißenbüttel in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingegliedert.[3]

Stadtentwicklung

Mit der Eröffnung der Lucius D. Clay Kaserne im entfernten Ortsteil Garlstedt für die 2nd Armoured Division „Hell on wheels“ aus Texas, einer Vorhut der 75. US-Brigade, am 17. Oktober 1978 wurden 7.500 US-Amerikaner (4.083 Soldaten, 2.500 Zivilisten) in der Stadt stationiert. Für die 2.500 Zivilisten (später bis zu 4.000) und den Teil der Soldaten, die ihre Familie mitbrachten und deshalb nicht in der Kaserne in Garlstedt, sondern in der Kernstadt untergebracht werden sollten, wurden Wohnraum und Infrastruktur geschaffen. Im Kuwaitkonflikt (Zweiter Golfkrieg) wurde der größte Teil der US-Soldaten 1991 an den Golf versetzt. Nach Ende dieses Krieges wurde die Kaserne am 1. Oktober 1993 von den US-Streitkräften an die Bundeswehr übergeben und von dieser seitdem als Truppenschule genutzt.

Die bisher mit US-Amerikanern belegten 96 Stadtwohnungen im Bereich Am Hohenberg, Mozartstraße und Drosselstraße kaufte die Stadt für einem Gesamtpreis von 12,5 Millionen DM. Zusammen mit anderen Wohnungen hatte die Stadt damit etwa 220 Wohnungen (in der Regel mehrstöckige Blocks) vorübergehend in ihrem Besitz. Das war die Hälfte der durch die Amerikaner belegten Objekte und sollte helfen, den Mietwohnungsmarkt zu entschärfen. Durch die schnelle Abwicklung wurde die Entstehung sozialer Brennpunkte befördert, da der billige Wohnraum zu einer Konzentration sozial schlechter gestellter Bevölkerungsschichten führte.

Die große amerikanische Schule wurde zu einer neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) umgewandelt. Die Einwohnerzahl der Stadt wuchs unter anderem durch die Neubelegung des Wohnraums auf knapp über 30.000.

Einwohnerentwicklung

  • 1904: 4.701 Einwohner (Chronik von Osterholz-Scharmbeck)[4]
  • 1909: 6.060 Einwohner
  • 1945: 12.500 Einwohner
  • 1961: 19.258 Einwohner (mit den später eingemeindeten Orten)[3]
  • 1970: 20.979 Einwohner (mit den später eingemeindeten Orten)[3]
  • 1987: 24.150 Einwohner (Volkszählung, Großer Zensus)
  • 2004: 31.145 Einwohner (Quelle: Landkreis: 31. Dezember 2004)
  • 2005: 31.055 Einwohner (Quelle: Landkreis: 30. Juni 2005)
  • 2010: 30.218 Einwohner (Quelle: Landkreis: 30. Juni 2010)

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Januar 2007 erreichte die Stadt im sogenannten T-City-Wettbewerb die Endrunde.

Verkehr

Osterholz-Scharmbeck liegt an der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven (−Cuxhaven). Hier zweigt der Moorexpress nach Bremervörde und Stade ab – Kurzfassung siehe unten. Innerhalb der Kernstadt verkehren Linienbusse, die auch die Verbindung mit außenliegenden Stadtteilen sowie den Nachbargemeinden sicherstellen. Osterholz-Scharmbeck ist in den Tarif des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN) einbezogen.

Osterholz-Scharmbeck liegt an der Autobahn A 27 (WalsrodeCuxhaven) sowie der Bundesstraße 74, die Bremen mit Bremervörde und Stade verbindet.

Moorexpress

Mit der am 23. Juni 1909 eröffneten Kleinbahn der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn (BOE) bekam die Stadt 1911 ihre erste regelmäßige Verbindung mit dem Teufelsmoor, Worpswede und Bremervörde. Der Personenverkehr des Moorexpress wurde am 18. März 1978 auf Busse verlagert, die nach dessen Gründung in den VBN integriert wurden. Ein Betrieb mit Sonderfahrten (Wochenende/Sommer) wird von November bis April aufrechterhalten, und seit Mai 2006 existiert wieder ein regelmäßiger Sommerfahrplan mit einer Verlängerung der traditionellen Fahrstrecke zu den neuen Endpunkten Bremen und Stade mit vier Fahrten pro Wochenend- und Feiertag bis Oktober.

Hafen und Hafenkanal

Zwischen 1765 und 1766 wurde unter Aufsicht des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff der Osterholzer Hafenkanal gebaut. Der Kanal ist rund zwei Kilometer lang, so dass sich das Hafenbecken am Stadtrand befindet. Heute sind Hafen und Kanal nur noch von Sport- und Motorbooten belegt, die ein erhebliches Freizeitpotential darstellen.

Bildung

Grundschulen:

  • Menckeschule
  • Beethovenschule (Ganztagsgrundschule)
  • Findorffschule
  • Schulen in den Stadtteilen Buschhausen, Heilshorn, Ohlenstedt, Pennigbüttel, Sandhausen und Scharmbeckstotel

Haupt- und Realschule:

  • Lernhaus im Campus (Oberschule)

Gesamtschulen und Gymnasien:

  • Integrierte Gesamtschule in Buschhausen (IGS)
  • Gymnasium Osterholz-Scharmbeck (gegründet 1960)
  • Berufliches Gymnasium Wirtschaft (BBS)
  • Berufliches Gymnasium Technik (BBS)
  • Berufliches Gymnasium Gesundheit & Soziales (BBS)

Berufsbildende Schulen:

  • Berufsbildende Schulen Osterholz-Scharmbeck (BBS)
  • Berufsfachschule Altenpflege und Weiterbildungszentrum Upmannsche Villa

Förderschulen:

  • Pestalozzischule
  • Schule am Klosterplatz

Sonstige Schulen:

Sozialeinrichtungen

Osterholz-Scharmbeck ist Standort eines Akutkrankenhauses. Es handelt sich dabei um das Kreiskrankenhaus Osterholz in kommunaler Trägerschaft.

Quelle: Wikipedia

 



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